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«RUNDBRIEF April 2005»

 

Karengera lässt grüssen:

Aminadabus Sohn feierte Hochzeit  

Nehemia in seinem hohen Alter. Phenias kam 1994 ums Leben.

Der Schülerchor beim Lobpreis.

 

Herr, mein Gott, gross sind deine Wunder und Pläne ....                   Ps. 40.6

 

 

Liebe Missionsfreunde und Paten

Seit über vier Jahrzehnten wohnt Aminadabu Musomakweri mit seiner Familie gleich neben dem von heftigen Regengüssen ausgeschwemmten Fahrweg, der zum wichtigen Marktplatz Karengera hinunter führt. Mitte der 60er Jahre war einer unserer Pionierpastoren in dieser Gegend auf Grundstücksuche. Aminadabu brauchte gerade dringend Geld und verkaufte deshalb gerne 30 Aren.  Die erste Lehmkapelle, die bald einmal während der Woche als Primarschule benützt wurde, konnte gebaut werden.

Die junge Gemeinde wuchs rasch und wünschte sich ein Missionarsehepaar. Die Einladung erging 1970 an Lucie und mich, in dieser hügeligen Gegend unsere Talente und Kräfte einzusetzen. Wir spürten, dass dies unser Platz ist, und so begannen wir hier im Herbst 1970.

Von Anfang an standen uns die Behörden wohlwollend mit Rat und Tat zur Seite. Schnell waren alle Papiere in Ordnung. Um unsere Vision zu verwirklichen, brauchten wir mehr Land. Die politische Gemeinde schenkte uns Wald und Land. Nachbarn verkauften uns weitere Parzellen, sodass heute über 20 ha zum Schul- und Gemeindezentrum Karengera gehören. Die beiden integren Händler und Gemeinderäte Nehemia und Phenias wurden unsere besten Nachbarn und Partner. Da ihre Lastwagen fast täglich unterwegs waren, besorgten sie uns alle Einkäufe und Transporte und holten unsere Post oder Geld in der Stadt. 

Da wo einst Aminadabus Ziegen weideten, studieren heute 730 Jugendliche Sprachen, Mathematik und vieles mehr. Hier lernen die Knaben und Mädchen aus allen Landesteilen aber auch Jesus als persönlichen Erlöser kennen. Die regelmässigen Andachten und Gottesdienste bringen eine willkommene Abwechslung ins harte Schulleben im Internat. Der Schülerchor sorgt für den musikalischen Rahmen und besucht ab und zu auch andere Schulzentren und Kirchgemeinden.

Schuljahr 2005

Das neue Schuljahr hat uns so viele Schüler wie noch nie beschert. Wurde in früheren Jahren erst nach den freien Plätzen gefragt, so hat uns diesmal das Schulministerium alle, die hier ihre Schulung wünschten, geschickt.

Um Holz, das rar und teuer geworden ist, zu sparen, bestellten wir in Kigali einen neuen 840l Kochkessel. Noch kurz vor den Osterferien konnte er in Betrieb genommen werden.

 

Teure Zeiten

Schon seit Wochen gibt es auf den Lokalmärkten fast nichts mehr zu kaufen. Die enorm starken Regengüsse, unterbrochen von zu langen Trockenperioden haben die Ernte vielerorts zerstört. Eine Delegation der FAO hat die Nahrungsmittelversorgung in mehreren Provinzen, so auch in Kibuye, wo unsere Schule steht, als ganz prekär eingestuft. Es fehlt an allem, weshalb die Preise in der Stadt unaufhörlich nach oben klettern.

 

Steigende Schulgebühren

Für Eltern und Sponsoren wird es immer schwieriger, die immer höheren Schulgebühren zu zahlen. Gegenwärtig steigen die Kosten sogar innerhalb eines Quartals. Auch wenn in vielen Familien Hunger herrscht, ist die Schulleitung für eine gute Verpflegung verantwortlich. Wie wird es während der nächsten drei Monate werden?   

Neue Instrumente

Während der letzten 10 Jahre wurden die Musikinstrumente gemeinsam mit der Kirchgemeinde benützt. Der grosse Zuwachs an Schülern hat es nötig gemacht, für das Schulorchester neue Instrumente zu kaufen. Mit Begeisterung wird jetzt fleissig geübt und gespielt.

 

 

Berufsschule Karengera

175 Jugendliche sind in unserer Berufsschule eifrig am Erlernen eines Handwerks, um so bald wie möglich ihr Schicksal selber in die Hand nehmen zu können. Täglich die leeren Teller dieser Jugendlichen zu füllen, ist eine weitere Herausforderung für die Schulleitung. Im Schlafsaal ist es eng geworden, doch darüber beklagt sich niemand. 

Eine grössere Gruppe von Kigalis Strassenkindern ist hierher geschickt worden. Sie haben weder Eltern noch Verwandte. Nun kümmern wir uns um sie und helfen ihnen weiter.

 

Primarschule Karengera

Seit einem Jahr müssen die Eltern kein Schulgeld mehr bezahlen. Zwar hat der Schuldirektor nun auch kein Geld mehr, um Kreiden, Hefte und anderes Schulmaterial zu kaufen oder Reparaturen an Gebäuden und Mobiliar ausführen zu lassen. Dafür aber steigt die Schülerzahl mit jedem Jahr. Jetzt bevölkern fast 1100 Mädchen und Knaben die 14 Schulzimmer. Zwei neue Schulzimmer stehen kurz vor der Vollendung, sie können aber bereits benützt werden.

 

Mit diesen Informationen möchten wir euch allen ganz herzlich für eure treue Unterstützung danken. Ihr füllt uns die Hände, damit wir diese Jugendlichen schulen lassen können. Vor genau elf Jahren, als wir aus Kigali evakuiert wurden, bangten wir sehr um die Zukunft dieses Landes. Tränen flossen. Zusammen mit anderen Europäern wurden wir in einem Militärflugzeug nach Nairobi ausgeflogen. Nun dürfen wir dankbar feststellen, dass selbst ein Krieg Gottes Pläne nicht zerstören kann.      

 

 

Mit lieben Grüssen

Alfred und Lucie Tobler

Bankverbindung:

UBS AG, Wil:

Konto 256-M5251775.2

Postverbindung:

Pro Rwanda, 9642 Ebnat-Kappel, Postcheck-Konto 85-4662-8.

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

 

 

   
 

 

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