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«RUNDBRIEF Dezember 2005»

 

Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.     

Ps. 16.11 

Liebe Missionsfreunde, liebe Paten 

Wir grüssen euch ganz herzlich aus dem verschneiten Toggenburg und möchten euch innig danken für eure Gebete und Gaben in diesem Jahr. Es ist ein Wunder, dass wir die ständig der Teuerung angepassten Schulgelder aller unserer Schüler bis zur Abschlussprüfung bezahlen konnten. Ja, wir waren sogar in der Lage, siebzehn weiteren Studenten verschiedener Abschlussklassen noch zusätzlich mit dem ihnen fehlenden Schulgeld zu helfen. So konnten sie ihre mehrjährige Ausbildung mit Erfolg abschliessen, obwohl ihre Eltern kein Geld mehr für die restlichen Monate zur Verfügung hatten.

Viel ist in diesem Jahr passiert. Zuerst dürfen wir euch das Erfreuliche aus unserer Familie erzählen: Wir sind Grosseltern geworden! Am 11. August hat unsere Rahel einen Joel geboren und am 11. Oktober schenkte Susanne, die Gattin von Martin, einer Leonie das Leben. Eltern und Grosseltern sind überglücklich!

Die gute Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Rwanda ist ebenfalls ein Grund zur Freude. Dank des weltweiten Ausbaus der Telekommunikation ist es heute möglich, direkt auf das Handy unserer Mitarbeiter anzurufen und zwar sogar zu einem günstigeren Tarif als auf ein Handy in der Schweiz. Die Tarife des Festnetzes sind glücklicherweise so günstig, dass wir wann immer nötig mit unserem Büro in Kigali oder den Schulen Verbindung aufnehmen können.

Warum diese vielen Kontakte? Leider hat unser Direktor in Karengera mitten im Schuljahr seinen wichtigen Posten verlassen und aus finanziellen Gründen eine Anstellung bei einer ausländischen Hilfsorganisation angenommen. Seit Jahren sind die Löhne nicht mehr der rapiden Teuerung, ausgelöst durch die Ölkrise und Missernten, angepasst worden, weshalb ich ihn ein klein wenig verstehe. Zum Glück hat das Leiterteam die Schule bis zum Schluss gut verwaltet, aber für das neue Schuljahr braucht es einen Direktor.  

Neue staatliche Einteilung des Landes: Das rwandische Parlament hat auf den 1. Januar 2006 grosse Veränderungen beschlossen. Die Anzahl der Gemeinden und Prefekturen ist drastisch gesenkt worden. Dies bedeutet, dass die Gebiete, die zu einer dieser neuen Gemeinden oder Provinzen gehören, viel grösser geworden sind. Der Staat kann so die Anzahl seiner Beamten reduzieren, für die Bevölkerung aber bedeutet es einen Mehraufwand an Zeit und Geld, um zum nächsten Provinzhauptort zu gelangen. So wird zum Beispiel die südlichste Provinz Cyangugu geschlossen und gehört ab 1. Januar zur neuen Provinz Südwest mit einem neuen, 130 km nördlich gelegenen Hauptort in der Nähe von Kibuye, zuständig auch für die Regionen Kibuye und Gisenyi.

Neue Schulordnung: Ab 1. Januar 2006 wird es in den Sekundar- und Mittelschulen keinen Vizedirektor und keinen Verwalter mehr geben. Durch Streichung verschiedener Posten und Erhöhung der Arbeitszeit für die Lehrer will der Staat im Bereich der Schulen Geld einsparen. Die Führung und Betreuung der vielen Schüler in den Internaten wie Karengera mit über 700 Schülern, wird so immer schwieriger, zumal ein Direktor immer wieder an auswärtigen Sitzungen und Konferenzen teilnehmen muss. Über diese Entwicklung sind wir sehr besorgt. 

Neuorientierung für Pro Rwanda: Wiederum haben gegen 100 Patenkinder ihre Abschlussprüfungen abgelegt. Darüber sind wir sehr glücklich, auch wenn wir annehmen müssen, dass nicht alle ihr Diplom erhalten werden. Sehr schwer sei die Prüfung gewesen, wurde mir mitgeteilt. Einigen dieser elternlosen Jugendlichen werden wir auch nach der Schulzeit im täglichen Leben beistehen, doch ein grosser Teil der frei werdenden Gelder wollen wir weiterhin für die Ausbildung einsetzen. Wegen der enormen Teuerung, der Erhöhung des Schulgeldes und der allgemeinen Verarmung werden wir uns besonders auf arme Schüler in höheren Klassen, die nur mit zusätzlicher Hilfe die begonnene Ausbildung abschliessen können, konzentrieren. Auf Grund zahlreicher Gesuche werden eure Gaben nicht mehr für neue Patenkinder mit langjähriger Ausbildung, sondern nach Absprache mit den Verantwortlichen vor Ort für bedürftige Schüler, die ihre Schulung nicht abschliessen können, für ein bis drei Jahre eingesetzt. 

Neuausrichtung unserer Vereinsverwaltung: Zum letzten Mal legen wir diesem Rundbrief einen orangen Einzahlungsschein der UBS bei. In Zukunft werden wir vermehrt mit der Post zusammen arbeiten. Auf 1. Januar wird das neue Postkonto aufgeschaltet sein. Dies reduziert Spesen und wird uns sicher einige Erleichterungen bringen. Das Bankkonto wird aber vorläufig nicht aufgelöst. Wer also einen Dauerauftrag vereinbart hat, braucht dies nicht zu ändern. 

Liebe Missionsfreunde, für diese Advents- und Weihnachtszeit wünschen wir euch viel Freude und Zeit, die letzten Tage dieses Jahres und das Weihnachtsfest mit euren Lieben und mit Jesus Christus, der in diese Welt gekommen ist und wieder kommen wird, zu feiern.

In dieser Verbundenheit grüssen wir euch ganz herzlich, eure dankbaren

Alfred und Lucie Tobler

Glückliche Eltern und neu auch Grosseltern! 

Rahel mit ihrem Joel und Susanne mit Leonie 

Was vor 35 Jahren ganz klein angefangen hat, ist heute ein Zentrum von regionaler und nationaler Bedeutung 

 

   

 

 

 

 

 

 

   
 

 

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